Auto
(I. im folgenden Artikel wird vollkommen auf die Nennung von Markennamen aus rechtlichen Gründen verzichtet. )
(II. dieser Text ist etwas überspitzt geschrieben. Ich will mit ihm niemanden beleidigen. Er dient allein zur Unterhaltung.)
das Statussymbol
Das Auto ist in unserer Gesellschaft das Statussymbol schlechthin. Fährt jemand mit einer teuren Limousine vor so wird man ihm viel mehr Respekt zollen, als wenn jemand in einem schmutzigen, alten Kleinwagen angerollt kommt.
Ein schnelles schickes Cabrio zeugt von der Abstinenz finanzieller Sorgen, weckt bei anderen Wünsche und womöglich gar Neid.
Besonders in den Vereinigten Staaten von Amerika ist das Auto das Statussymbol für alle. Nicht verwunderlich für das Land der Strechlimousinen und benzinschluckenden gigantischen Maschinen, die trotzdem auf den Highways rumsausen und sogar in der City vorgefahren werden. Je größer, kleiner, schneller, teurer und vielleicht auch ausgefallener das Auto, desto mehr Leute wird es geben, die es haben wollen. Wie nörgelnde Kinder will man das Auto, das mit dem atemberaubendem Neuwagengeruch (Kunststoff?!) haben.
Ältere Männer kaufen sich besonders oft in der Midlife-Crisis ein neues Cabrio, um das fallende Selbstbewussten und das vor sich hintrotten im langweiligen Lebensalltag bestehend aus Haus, Frau und Kindern.
Für alle.
Heute hat Peter, der Willi und auch der Marcel ein Auto. Auch Steffi fährt seit dem achtzehnten Lebensjahr. Jeder und jede fährt und besitzt heute ein Auto. Alle über 18 – obwohl ja schon 17-Jährige den Führerschein machen können. Dann fährt man in den jungen Jahren ein oder auch zwei Kilometer mit dem Auto, verpulvert das liebe und unerschöpfliche Geld der Eltern oder auch die Sponsorengelder von Oma und Opa.
Doch wie soll man heute ohne Auto leben? Einkaufen, da muss man weit, weit in den Supermarkt fahren und das Obst und Gemüse aus Südamerikas warmen Gefilden und das Rindfleisch aus den Weiten Australiens kaufen.
Oder ins Kino. Oder ins Theater. Obwohl, in der heutigen Gesellschaft (?) streichen wir das Theater. Aber Essen ist außerhalb des Verfallsmechanismus der Zeit und Mode. Also auf ins Restaurant – mit dem Auto.
Auch der Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger hat oft ein Auto. Einfach jeder. Ob die wilde Oma die keine Geschwindigkeitsschilder beachtet oder der vorsichtige junge Mann der ganz langsam vor dem wüt hupendem Verkehr dahin kriecht und bloß nicht gegen eine böse Mauer oder die gefährlichste Ausgeburt der Natur in Deutschlands Städten zu krachen: den Baum.
Man will ja nicht sterben – wobei – der Baum ist auch im Begriff ist an den schönen Abgasen aus den Auspuffen der Automobile zu ertrinken.
Kampf gegen die Natur
Den verdammten schon erwähnten Baum in der Stadt wird man bald endgültig besiegt haben – die Blätter werden ja schließlich schon im Sommer gelb. Es gibt aber noch mehr. Wälder. Ganze Armeen von Wäldern. Überall auf der Welt. Dunkel und gefährlich saugen sie das CO2 der Autos aus der Luft und stoßen saueren Sauerstoff aus. Doch bald werden sie darin ersticken. Jeden Tag gibt es mehr Autos, jeden Tag fallen mutige Holzfäller die widerspenstigen Bäume und erschließen neue Gebiete für … für was eigentlich … Felder … und Autobahnen. Neues Großprojekt: Autobahn durch den Amazonas. Die Indios können dann schnell in die City zur Arbeit fahren und am Wochenende ihre vertrauten Rituale im … Moment … auf den Feldern abhalten.
Die Viecher die dort im Gestrüpp gelebt haben, als es noch keine edlen Autobahnen gab entwickeln sich doch sowieso dank der Evolution weiter um der Autorevolution nicht im Weg zu stehen. Werden halt Flossen bekommen und durch die Ozeane mit den Delfinen schwimmen.